29.06.1994
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Tag 1: Anchorage - Suton Tag 2: Suton - Eureka Lodge Tag 3: Eureka Lodge - Gakoma Lodge Tag 4: Gakoma Lodge - Mentasta Lake Tag 5: Mentasta Lake - Tok Tag 6: Tok - Beaver Creek Tag 7: Beaver Creek - Withe River Tag 8: Withe River - Destruction Bay Tag 9: Destruction Bay - Haines J. Tag 10: Haines Junction - Withehorse Tag 11: Withehorse - Spirit Lake
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Tag 12+13: Spirit Lake - Skagway Tag 14: Skagway Tag 15: Skagway + Fähre Tag 16: Fähre Tag 17: Fähre - Bellingham Tag 18: Surrey - Vancouver Tag 19: Vancouver Tag 20: Vancouver Tag 21: Vancouver Tag 22: Frankfurt - Mainz Tag 23: Mainz - Köln
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Mann oh Mann. Bin ich gerädert. Nachdem ich die erste Nacht in der Wildnis geschlafen habe, fühle ich mich wie durch den Reiswolf gezogen. Nein, nicht das ich nicht schlafen konnte, es war einfach nur zu kurz nach der gestrigen Tour. Die ersten Kilometer durch Alaska waren einfach etwas zu viel für mich. Doch was soll`s, da muss ich durch. Es war gegen neun Uhr als wir nach einem kräftigen Frühstück wieder aufbrachen um einen weiteren Teil von Alaska und Kanada zu erfahren. Anfang ging es nicht so gut, mir schmerzten die Knie. Doch nach einigen Kilometern ging dies vorbei. Lediglich bei starken Steigungen kann ab und zu wieder Schmerz auf. Aber auch hier hatte ich Glück, wir erreichten das Eureka Hochplateau, so gut wie keine Steigung mehr, dafür um so mehr Wind. Wie gewohnt hielt ich mich im Windschatten, doch trotzdem musste ich immer wieder abreißen lassen. Ich hatte Kräftemäßig einfach nicht genug drauf um mit Paul und |
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Chris mithalten zu können. Da ich nicht immer als Bremse galten mochte, verabredeten wir das die Beiden bis zur nächsten Lodge alleine weiter fahren sollten, um dort auf mich zu warten. Dies war natürlich ziemlich risikoreich für mich, wussten wir ja nicht wie weit die nächste entfernt war. Schon nach kurzer Zeit sah ich sie nicht mehr und ich kämpfte alleine gegen den Wind an und kam nur sehr mühsam weiter. Nun lernte ich Kanada und Alaska von seiner rauen Seite kennen. Drei Stunden später erreichte ich eine Lodge, doch von beiden keine Spur. Zuerst dachte ich sie übersehen zu haben, doch nachdem ich einige Leute gefragt hatte wusste ich das sie weiter gefahren waren. Sie ließen mir ausrichten das sie an der Eureka-Lodge warteten würden und schon mal das Nachtlagen aufschlagen wollten. So musste ich mich alleine weiter quälen. Ich fluchte wie ein Rohrspatz, war stinkend sauer auf meine beiden Mitstreiter. |
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Der Wind wurde stärker und so strampelte ich Meter um Meter weiter. Schweiß lief mir über den Körper, zeitweise wurde mir schwarz vor Augen, doch ich wollte und musste weiter. Als die Dämmerung aufzog, verfärbte sich der Horizont. Unterhalb der Wolkendecke erschien ein Rosa, einfach wundervoll. Dies ließ mich meine Wut für einen Moment vergessen. Doch nach kurzer Zeit gingen meine Gedanken wieder zurück, zum Verhalten der Anderen. Nein liebe Leute dachte ich, diese Blöße werde ich mir nicht geben. Ich werde zu euch kommen, doch dann werde ich Euch ein paar takte sagen. Es konnte doch nicht sein das schon am zweiten Tag meiner Reise durch Kanada und Alaska gegen jede Absprache verstoßen wurde. Nach über sieben Stunden erreichte ich die Eureka Lodge. Paul und Chris hatten hinter der Lodge die Zelte aufgeschlagen, saßen an einem Feuer und unterhielten sich als ich dazu kam. Als sie mich kommen sahen, grüßten sie, als ob nichts geschehen wäre. |
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Christian schaute mich an und meinte das es ja wohl kein Problem gewesen sei, schließlich hätten sie ja schon unser Nachtlager aufgeschlagen und ich könne sofort essen. Meinen Blick musste Paul wohl gesehen haben. ´Kaum das Chris ausgesprochen hatte meinte er das wir nach dem Essen in die Lodge gehen würden und ein Bier trinken sollten. Zusätzlich kam die Bemerkung das dies nicht mehr vorkommen sollte, das man schließlich Gemeinsam die Alaska Kanada Tour fahren wolle und sich auch entsprechend zu Verhalten habe. Als Chris sich mal in die Büsche schlug um sich zu erleichtern, sagte Paul mir das Chris meinte das diese Aktion schon ok sei, das wir, also Chris und ich, eine Absprache hätten, wo auch solche Dinge abgesprochen sein. Ich schaute Paul an und sagte das dies nicht stimme. Bevor wir dann in die Lodge sind, suchte ich eine Aussprache mit Chris. Dieser verhielt sich jedoch recht merkwürdig, wich meinen Fragen aus oder antwortete einfach nicht. Ich hatte keine Ahnung was ich davon halten sollte und ging dann auch nicht weiter darauf ein. |
Ich war einfach zu müde mich zu streiten. Außerdem wollte ich nicht das die Alaska Kanada Tour für mich zum Desaster werden würde. Ich hatte keine Ahnung wie es gehen sollte wenn wir uns im Streit trennen würden. Ups, da war er ja schon, der erste Gedanke an eine Trennung. War es möglich das ich den falschen Partner für meinen Traumurlaub gewählt hatte?! Gedanken die am zweiten Tag eigentlich erschreckend waren. Gute Nacht.
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