02.07.1994
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Tag 1: Anchorage - Suton Tag 2: Suton - Eureka Lodge Tag 3: Eureka Lodge - Gakoma Lodge Tag 4: Gakoma Lodge - Mentasta Lake Tag 5: Mentasta Lake - Tok Tag 6: Tok - Beaver Creek Tag 7: Beaver Creek - Withe River Tag 8: Withe River - Destruction Bay Tag 9: Destruction Bay - Haines J. Tag 10: Haines Junction - Withehorse Tag 11: Withehorse - Spirit Lake
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Tag 12+13: Spirit Lake - Skagway Tag 14: Skagway Tag 15: Skagway + Fähre Tag 16: Fähre Tag 17: Fähre - Bellingham Tag 18: Surrey - Vancouver Tag 19: Vancouver Tag 20: Vancouver Tag 21: Vancouver Tag 22: Frankfurt - Mainz Tag 23: Mainz - Köln
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Am nächsten Morgen wurde ich wach, nach einem Blick auf meine Uhr, wusste ich das es schon 10.30h war. Erschrocken fuhr ich aus meinen Schlafsack und ging verließ den Holzverschlag. Kurz inne haltend um mich zu orientieren, sah ich Paul in etwa zehn Meter Entfernung, wie er sich die Zähne putzte. Ich ging zu ihm und fragte wieso er mich nicht geweckt habe. Nachdem er sich aus einer Wasserflasche den Mund gespült hatte meinte er nur ob ich es eilig hätte. Ich verstand und holte meinen Kulturbeutel um mich ebenfalls zu waschen. Zwei Stunden später, nach einem ausgiebigen Frühstück und langem Gespräch, packten wir unsere Sachen zusammen und verstauten diese auf unsere Räder. (Gerne sage ich heute, am 16.06.2007, nochmals Danke schön Paul). Nach kurzer Fahrt kamen wir an eine Steigung die schier gar kein Ende nehmen wollte. Sie war nicht sehr steil, doch es waren fast 18 Kilometer am Stück. Zwei Stunden kämpfte ich ich, machte mehrere Pausen und Paul zeigte eine Geduld, Hut ab! Nun machte es mir Spaß selbst solche Strecken zu fahren. Chris wäre mit Sicherheit wieder alleine hoch gefahren, ohne auch nur die geringste Spur von |
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Rücksicht. Als wir den Scheitel überquerten, wurden wir mit einer rasanten Abfahrt belohnt. Diese war etwa gleich Lang wie die Steigung zuvor, so das wir in weniger als drei Stunden trotzdem noch knappe 40 Kilometer schafften. Danach ging es eine unendlich wirkende Gerade mehr oder weniger flach weiter. Selbst der sonst zu anstrengende Gegenwind blieb aus. So ging ich dann auch mal nach vorne, wollte Paul nicht immer die ganze Arbeit machen lassen. Klar merkte ich selbst das es sofort langsamer wurde, doch wir waren ja schließlich nicht auf der Flucht, sondern machten Urlaub. Paul sah dies genau so. Wir fuhren nun auch öfter nebeneinander und redeten viel. Unser Kilometer Schnitt viel deutlich unter 20km/h doch wir waren uns einig. |
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Der Rest der Strecke lief relativ eben weiter, so das wir gemütlich dahin radelten. Irgendwann erreichten wir mal wieder eine Baustelle, die dieses mal aber zu glück nicht so lang war. Zwar mussten wir auch hier etliche Löcher umfahren und Hindernissen ausweichen die die Bauarbeiter einfach liegen gelassen hatten, doch schon nach zwanzig Minuten waren wir durch. Am Ende machten wir dann eine halbstündige Pause, bevor wir eine endlos scheinende Straße in angriff nahmen. Nur hin und wieder sahen wir Autos, von denen einige Wohnmobile (siehe Bild links) waren. Wir erfuhren bei einem Gespräch mit Reisenden das viele der Wohnmobilbesitzer den ganzen Sommer im Norden verbrachten und im Winter im Süden, z.B. Florida waren. Meist waren es Rentner die kein festes Heim mehr hatten, sondern einfach da lebten wo sie ihren Wagen gerade abgestellt hatte. Beneidenswert! Diese Art des Lebens könnte ich mir auch für mich gut vorstellen. Zu Leben wo es einem gefällt, das muss doch die Erfüllung sein. Ein Leben frei zu gestallten, ohne Zwänge und ohne nervenden Nachbarn. Traumhaft. |
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Abends erreichten wir Toc, wo wir am Ortsrand unser (Pauls) Zelt aufschlugen, uns etwas zu essen machten und anschließend in einer Bar noch etwas trinken gingen. Gegen 23 Uhr gingen wir zurück zum Zelt zum schlafen. Ein sehr angenehmer Tag neigte sich dem Ende entgegen und ich schlief zufrieden und erfüllt ein.
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