03.07.1994
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Tag 1: Anchorage - Suton Tag 2: Suton - Eureka Lodge Tag 3: Eureka Lodge - Gakoma Lodge Tag 4: Gakoma Lodge - Mentasta Lake Tag 5: Mentasta Lake - Tok Tag 6: Tok - Beaver Creek Tag 7: Beaver Creek - Withe River Tag 8: Withe River - Destruction Bay Tag 9: Destruction Bay - Haines J. Tag 10: Haines Junction - Withehorse Tag 11: Withehorse - Spirit Lake
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Tag 12+13: Spirit Lake - Skagway Tag 14: Skagway Tag 15: Skagway + Fähre Tag 16: Fähre Tag 17: Fähre - Bellingham Tag 18: Surrey - Vancouver Tag 19: Vancouver Tag 20: Vancouver Tag 21: Vancouver Tag 22: Frankfurt - Mainz Tag 23: Mainz - Köln
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Heute Morgen früh aufgestanden. Wir wollen es heute bis nach Kanada schaffen, genauer gesagt bis nach Beaver Ceek. Das sind nicht ganz 150 Kilometer. Wir gehen davon aus, wenn nichts unvorhersehbares kommt, das wir es bis Abends schaffen. Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg. Die ersten ca. 30 Kilometer waren flach und da es zusätzlich noch windstill war schafften wir diese Strecke in etwas mehr als einer Stunde. Klar merkte ich die hohe Trittfrequenz, doch im Windschatten von Paul kam ich gut mit. Am Ende der Ebenen Strecke ging es einige Kilometer bergab, so das wir nach kurzer Zeit sehr schnell unterwegs waren und ich mich dabei sehr gut erholen konnte. Diese Erholung war aber auch absolut nötig, ging es nach der Abfahrt ebenso steil bergauf, nur mit dem Unterschied das sich die Strecke über mehr als 10 Kilometer hinzog. Fast eineinhalb Stunden habe ich dazu gebraucht und selbst Paul kam mächtig ins schwitzen. Doch totz der Strapazen ließ dies nicht unsere gute Laune schwinden. |
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Belohnt wurden wir mit der Begegnung eines Wolfs. Nachdem wir die Steigung hinter uns gebracht hatten fuhren wir wieder eine flache Etappe, an einem See vorbei. Plötzlich sahen wir vor uns ein Tier auf der Strasse laufen. Wir hielten kurz an um erkennen zu können um welches es sich handelte und erkannten in der Ferne einen Wolf. Sofort nahm ich meinen Fotoaperrat heraus und fuhr dem Wolf, der sich auf der Strasse von uns entfernte nach. Ich wollte ein Foto von diesem Tier und bekam es. Erst als ich nur noch einige Meter vom Wolf entfernt war bemerkte er mich. Den Kopf zu mir gedreht machte er einen mächtigen Satz von der Strasse und lief in Richtung Wald. Gerade noch konnte ich während der Fahrt dieses Foto machen, wobei ich fast noch gestützt wäre. Paul erging es ähnlich, nur das er nicht kurz vor einem Sturz war. Als das Tier verschwunden war sahen wir uns an und wussten das wir einen tollen fang mit unseren Kameras gemacht hatten. |
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In den vergangenen Tagen fiel uns auf das es auch wieder dunkel wurde. Nein, nicht nur ein paar Minuten, diese Dunkelheit hielt mehrere Stunden. Mit jedem Kilometer den wir weiter Richtung Süden fuhren, wurden die Nächte länger. Auf dem Weg nach Beaver Creek, zum Grenzgebiet von Kanada und Alaska machte ich das Foto rechts. Nach guten zwölf Stunden und fast 150 Kilometern erreichten wir Beaver Creek. Zum ersten mal in meinem Leben betrat ich den Boden von Kanada. Ich fühlte mich Gut und Glücklich, war in diesem Moment doch ein Traum in Erfüllung gegangen. Wieder schlugen wir unser Nachtlager in unmittelbarer Umgebung des Ortes auf. Wir machten ein Lagerfeuer und grillten uns zwei riesige Steaks die wir im Store von Beaver Creek gekauft hatten. Dazu tranken wir einige Dosen Bier und ließen den anstrengenden aber schönen Tag Revue passieren. Während wir die Steaks genossen kamen zwei junge Typen zu uns und fingen ein Gespräch an. Sie wollten alles über uns und unsere Tour wissen, woher wir kamen, wie wir auf die Idee kamen einen solchen Urlaub zu verbringen und so weiter. Geduldig antworteten wir auf alle Fragen und so wurde es weit nach Mitternacht als sich die Jungs von uns verabschiedeten. |
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